Die Saison in der Feierabendliga ist vorbei, Zeit für den im vorigen Bericht versprochenen Rückblick auf die letzten drei Runden. Eins kann ich vorweg bereits verraten: Das letzte Saisondrittel war genauso durchwachsen wie die ersten beiden.
Das übliche Licht-und-Schatten-Spiel ...
Die siebte Runde führte uns zum SV Berolina Mitte ins Schachcafé. Zu den Partien meiner Mitspieler kann ich nicht viel sagen, da ich lange damit beschäftigt war, zum wiederholten Mal in dieser Saison ein remises Turmendspiel zu verlieren. Anschließend wurde ich noch Zeuge, wie Gero sich mal wieder einen halben Punkt ergaunerte, der an diesem wenig erbaulichen Abend aber unser einziger blieb.
Besser lief es im darauffolgenden Heimspiel gegen den glücklicherweise ohne seine IMs angetretenen SSV Rotation: An Brett eins ließ Jan nichts anbrennen, und auch Andreas konnte den vollen Punkt holen. Dank Geros obligatorischem halbem Punkt war mein Ergebnis nicht mehr relevant; das Remisangebot meines Gegners nahm ich in Verluststellung aber trotzdem gern an.
... und ein Totalausfall
Der letzte Spieltag hielt mit dem Duell bei der bereits als Staffelsieger feststehenden ersten Mannschaft des SC Kreuzberg noch eine echte Herausforderung bereit, die wir aber leider nicht annahmen: Weil sich zu wenige Mitstreiter fanden, musste ich die Begegnung absagen. Kein schönes Gefühl, auch wenn einiges dafür spricht, dass die Anzahl der gewonnenen Brettpunkte davon nicht beeinflusst wurde.
Saisonfazit
Und wie ist diese Spielzeit nun einzuordnen? Das zu Saisonbeginn formulierte Ziel, nicht Letzter zu werden, ist jedenfalls (über)erfüllt worden, wie ein Blick auf die Tabelle beweist. Angesichts dessen ist allzuviel Kritik nicht angebracht, auch wenn ich finde, dass wir gegen die Mannschaften aus dem Mittelfeld eher zu wenige Punkte geholt haben. Das offizielle Fazit lautet daher: "Hätte schlimmer kommen können", wobei die letzte Runde allerdings einen bitteren Nachgeschmack hinterlässt. In der nächsten Saison darf es dann gern wieder eine Staffel sein, in der wir durchgehend gegen mehr oder weniger gleichwertige Gegner spielen können.

