Nach dem sehr gelungenen Saisonstart hieß es für die neun TSG-Teams unterhalb der Landesliga, in der zweiten Runde möglichst nachzulegen, was den meisten auch glückte.
Diesmal wollen wir die Reihenfolge der Berichtserstattung umdrehen, damit auch mal die 3.Klasse zuerst zu Wort und Schrift kommt. Und auch, weil TSG10 die ersten Mannschaftspunkte verbuchte. Gegen die fünfte Garnitur der Laskeraner war der allererste Sieg einer zehnten TSG-Mannschaft als Ziel ausgegeben worden. Aber so, wollte man nicht gewinnen. Da die Gastgeber im eigenen Spiellokal keine drei Leute zusammenkriegen würden, musste der Vorsitzende leider den Wettkampf absagen – 6:0 aus TSG-Sicht.
Team „Altschuler“, äh - ich meine, TSG9 musste in Runde zwei auf sein Spitzenbrett Oleksandr verzichten, aber Papa Rodion sprang nahtlos ein und bezwang seinen 1700er. Außer ML Nikolai brachten alle Punkte mit Hause. Altschuler-Tochter Nr.1 Mariia gewann ebenso wie Georgii in seiner ersten BMM-Partie. Altschuler-Tochter Nr.2 Olena, die ab morgen bei der WM der U9w Mädchen mitspielt, und der zweite BMM-Frischling Kostja teilten die Punkte. TSG9 steht damit auf einem Aufstiegsplatz, aber das Bild ist bei zwei spielfreien Teams in der Staffel noch nicht klar.
Die Achte musste zum Liga-Primus der Klasse 3.4 reisen. Auswärtsspiele gegen Narva hat man immer gerne, denn es ist um die Ecke. Umso mehr aber, wenn die top-gesetzten Gastgeber so bereitwillig die Punkte abliefern. Wolfgang schlägt an Brett 1 seinen fast 100 Punkte stärkeren Gegner. Ebenfalls ganze Punkte holen BMM-Neuling Jannes Weiß mit Weiß und Chris mit seinem zweiten Schwarzsieg in Folge. Zum herausragenden 4:2-Endstand tragen Mannschaftsleiter Christoph und Team-Nestor Manfred gegen ihre deutlich DWZ-schwereren Gegner noch je ein halbes Pünktchen bei. Damit ist TSG8 nicht nur neuer Tabellenführer, sondern hat bei schon einem Mannschaftspunkt Vorsprung den Aufstieg fest im Blick. Durch den Rückzug der Eckbauern braucht man sogar, nur noch fünf Gegner zu schlagen.
Auch der Siebten fehlte ihr Brett 1. Elian holte zur selben Zeit bei der Deutschen Ländermeisterschaft für die Berlin-Auswahl viele Punkte. Gegen den haushoch DWZ-überlegenen Staffelersten Narva 2 reichte es deshalb nicht zur erhofften Sensation. Man musste sich mit 2.5:5,5 geschlagen geben. Den einzigen TSG-Sieg des Tages holt sich Elians Bruder Samuel, zu halben Zählern reicht es bei Paul-Luca, Hugo und Teamchef Martin. Damit wird man etwas unsanft auf Platz 6 zurückgeworfen. Das sollte die Mannschaft mit der viel zitierten Flinte aber noch nicht tun, denn alle anderen Kontrahenten sind machbar.
In der Nachbarstaffel 2.1 bastelt derweil die Sechste an einer Mega-Überraschung, trotz nicht so guter Vorzeichen. Im letzten Jahr wahr TSG6 mit großen Aufstellungsschwierigkeiten und u.a. sieben kampflos abgegebenen Punkten das BMM-Sorgenkind. Zwei kampflose Gastgeschenke hat man auch dieses Jahr schon gemacht – je eins pro Runde. Neu ist, dass man trotzdem beide Mannschaftspunkte entführt. Denn nur noch Mannschaftsleiter André gönnte den Gastgebern von Siemensstadt 3 einen weiteren halben Punkt, der Rest des Teams hielt sich schadlos und das waren Christopher, Andreas, Fritz, Leonhard, Oliver und sogar Bastian mit seinem ersten BMM-Sieg im zweiten Spiel – 6,5:1,5 hieß der Endstand. Und wenn dann auch noch der frischverheiratete René und der umgezogene Rico zum Team dazustoßen, steht dem Marsch in die erste Klasse nichts mehr im Wege.
Auch für die Fünfte läuft es aktuell prächtig. Im letzten Jahr war man erst in der Schlussrunde dem Abstieg entronnen. Nun hat das Team schon vier Mannschaftspunkte, also volle Punktzahl auf dem Konto und liegt nur einen halben Brettpunkt hinter der Tabellenspitze. In der Festung Oberschöneweide wurden die Gäste vom Ex-Oberligisten Tempelhof mit 7:1 überrollt. Die zwei Unentschieden an Brett 1 und 2 bei Ronald und Klaus-Dieter sorgten dafür, dass niemand leer ausging. Rudi, Mannschaftsleiter Christian und Dirk schlugen ihre Gegner ebenso wie Joachim, Elina und Jessica. Die nächsten Aufgaben werden nicht leicht, aber mit TSG5 ist in jedem Fall im Aufstiegsrennen zu rechnen.
Überraschend bzw. unnötig spannend machte es unsere Vierte gegen schwächer eingeschätzte, aber sehr stark aufspielende Kreuzberger. Uwe schoss das Team mit einem schönen Mattangriff frühzeitig in Front, aber nach drei Remis durch Brett 1 Jens sowie Robert und Lutz war der Gegner immer noch nicht abgeschüttelt. Und es kam noch schlimmer, denn Alex musste plötzlich die Segel streichen und Michaels mindestens remisliches Endspiel ging auch über die Wupper. So mussten es Ingo und Knut in den letzten beiden Partien richten. Der Mannschaftsleiter ging voran und verwertete sein Turmendspiel mit Mehrbauern sicher. Knut verstrickte den gegnerischen König in ein hübsches Mattnetz, das dem Gegner auch die letzten Schachs ausgehen ließ. Die Mannschaft liegt also weiterhin auf Kurs, gegen stärkere Konkurrenz muss aber wohl noch eine Leistungssteigerung her.
TSG3 hatte mit Empor 1 den Tabellenersten und größten Aufstiegsaspiranten zu Gast. Beide Teams waren mit Nachwuchsstars gespickt, aber das Duell 1. gegen 10. der Setzliste ging doch sehr deutlich zu Gunsten der Prenzlberger aus. Für die euphorisierten Erstrundensieger unserer Dritten lief einfach nichts zusammen und dann kam auch noch Pech dazu. Wenigstens konnte Hasan den Gästen die erste Null der Saison beibringen und Livius sich dank einer tollen kämpferischen Leistung noch ein Remis verdienen. Man ist nun auf dem Boden der Tatsachen - sprich Platz 7 - zurück, aber bis zum Dritten ist es auch nur ein Brettpunkt. Das Ziel heißt also vorerst weiter – Klassenerhalt.
König Tegel 3 hieß der Gegner unserer zweiten Mannschaft, auf dem Papier Setzlistennachbar und ein Gegner auf Augenhöhe. Während die Tegeler im Jugendbereich gerade zu alter Stärke zurückfinden, bröckelt der Bundesliga-Dino oben im Erwachsenen-Bereich aber scheinbar völlig auseinander. Nicht nur, dass man sich zwei TSG-Jugendliche für das Stadtliga-Team „ausborgen“ muss. Die Gäste treten auch nur zu fünft in der zweithöchsten Klasse an. Luca, Mannschaftsleiter Olaf und Roland hatten also einen ruhigen Vormittag ebenso wie Jan und Paul, die angesichts des Zwischenstandes und der angeschlagenen Gesundheit mit Kurz-Remisen einverstanden waren. Zum ungefährdeten 6:2-Heimsieg steuerten auch noch Arvid und Georg zwei allerdings eher wackelige Punkte bei. Die Mannschaft hat jetzt bereits einen Mannschafts- und zwei Brettpunkte Vorsprung. Wenn in diesem Jahr die Konzentration hochgehalten werden kann, ist der Landesliga-Einzug drin.

